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Thema: Dokumentaufbau/Text - Fließtext

  1. #1
    Benutzerbild von molle
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    Standard Dokumentaufbau/Text - Fließtext

    Fließtext

    Der Fließtext eines Dokuments ist alles, was keine Überschrift, Titel oder Verzeichnis ist. Der reine Fließtext in wird einfach nach der Definition einer Überschrift (\section{Überschrift}) gesetzt. Man braucht sich um keinerlei Formatierungen wie z.B. die Art des Blocksatzes, Einrückungen, Ränder, Abstände zwischen Fließtext und Abbildungen u.ä. kümmern. Es wird einfach drauf los geschrieben:



    Um Text hervorzuheben eignet sich der Befehl \emph{hervorgehobener Text}. In der Standardeinstellung hebt er den Text in den Klammern kursiv hervor. Er lässt sich aber auch umdefinieren. Allerdings ist eine kursive Hervorhebung im Text typographisch gesehen schon das Beste was man machen kann. Fettgedrucktes eignet sich eher für Wörterbücher, da es das Auge förmlich auf sich zieht. Kapitälchen oder Sperrungen von Wörtern sollten tunlichst vermieden werden, da sie das Lesen eher erschweren als hervorzuheben! Hier ein paar Beispiele:

    [LaTeX ERROR: Bild ist zu groß 3251x21, maximal 2000x720]

    Der Vollständigkeit halber trotzdem hier mal die Möglichkeiten zum Hervorheben von Text:
    Code:
    \textbf{ich bin fetter Text}\\
    \textsf{serifenlos}\\
    \texttt{computerschrift}\\
    \textit{kursiv geschrieben}\\
    \textsc{Kapitälchen}\\
    \textrm{Antiqua}\\
    \textmd{normal}\\
    \textsl{geneigter Text}\\
    \textup{aufrecht}\\
    \textnormal{Dokumentengrundschrift}\\
    \emph{hervorgehoben}\\
    \underline{niemals verwenden!!}
    Ergebnis:



    Unterstreichungen stammen aus der Zeit der Schreibmaschine, da es dort nicht möglich war, andersartig Text hervorzuheben. Sie sollten UNBEDINGT vermieden werden! Sie stören den Lesefluss und behindern das Auge. Ich habe die hässlichste Art der Hervorhebung nur der Vollständigkeit mit eingebaut.
    Für das Sperren von Wörtern (vergrößern der Zeichenabstände für einzelne Wörter) gilt das Gleiche. Diese Art Hervorhebung ist zu mächtig für das Auge und behindert das Lesen enorm (stolperndes Auge...), deswegen hab ich es auch gar nicht mit aufgeführt.
    Unterstreichungen sind nur was fürs Korrigieren, Sperrungen sieht man für gewöhnlich auch nur in Schlagworten auf Plakaten.

    Abbildungen

    Jede Studien- oder Diplomarbeit kommt nicht um die Verwendung von Tabellen und Bildern herum. Das Einbinden von Abbildungen ermöglicht das Paket graphicx. Es muss im Header mit \usepackage{graphicx} eingebunden werden. Anschließend kann man ein Bild wie folgt im Text einfügen:
    Code:
    \begin{figure}[t]
    	\centering
    		\includegraphics[width=0.70\textwidth]{Dateipfad}
    	\label{fig:Dateipfad}
    \end{figure}
    Die figure-Umgebung steuert dabei die Stelle, an der das Bild auf der Seite eingefügt werden soll. Das optionale Argument [t] bedeutet "top", h für "here" und b für "bottom". Diese Angabe sagt , ob das Bild vorzugsweise oben, unten oder "genau hier" auf der aktuellen Seite eingefügt werden soll. Das nervige Verschieben von zu großen Bildern, oder ständiges Nachbehandeln aufgrund von neuem Text vor dem Bild entfällt. sucht sich selbst die Stelle, an der das Bild aufgrund seiner Größe am besten hinpasst. So vermeidet man ohne eine Sekunde Arbeit große, leerstehende Seitenteile.
    \centering zentriert das Bild auf der Seite. Danach folgt der eigentliche Befehl zum Einfügen des Bildes. [width=0.70\textwidth] Bedeutet dabei, dass das Bild exakt 70% der Textbreite des normalen Dokuments einnehmen soll, skaliert wird automatisch. Es sind auch absolute Werte in pt oder in cm möglich.
    Danach folgt das zwingende Argument {Dateipfad}. Er kann relativ oder absolut angegeben werden.

    WICHTIGER HINWEIS: Bitte UNBEDINGT Ordnernamen mit Leerzeichen vermeiden!! Leerzeichen in Ordnernamen der Pfadangaben führen immer zu Problemen. Besser sind sowieso relative Pfadangaben wie "../Bilder/beispielpfad.jpg". Achtung: Bitte beachtet die exakte Schreibweise eures Bildes, also nicht beispielbild.jpg, wenn die Datei beispielbild.JPG heißt! Ihr solltet auch unbedingt andere Bildformate in jpg umwandeln, da mir noch kein Weg bekannt ist z.B. gif's o.ä. einzufügen (Vielleicht mal in der paketbeschreibung nachlesen...). jpg's sparen außerdem Platz im Vgl. zu bmp, tif oder png.

    \label{fig:Bildlabel} gibt dem Bild intern einen Namen, mit dem ich mich an jeder Stelle des Dokuments mit z.B. "Siehe Abbildung \vref{fig:Bildlabel}" beziehen kann. Dabei erzeugt an dieser Stelle eine Ausgabe wie diese: "Siehe Abbildung 4.1 auf Seite 29" oder "Siehe Abbildung 4.1" (wenn sich das Bild auf der selben Seite befindet) oder "siehe Abbildung 4.1 auf der vorigen/nächsten Seite", wenn das Bild auf der nächsten oder vorrangegangen Seite erscheint. Für diesen etwas besseren Querverweis ist das Paket \usepackage[ngerman]{varioref} notwendig. Ohne dieses sollte man die beiden Befehle \ref{} und \pageref{} verwenden, die standardmäßig vorhanden sind. Als Argument zählt hier das Label. Achtung: Labels sind case-sensitiv! Verwendet werden können selbstverständlich alle labels, also auch die von Tabellen, Kapiteln und Absätzen, Formeln u.a.

    Tabellen

    Tabellen sind eines der wenigen Schwachpunkte von , da sie manuell eingegeben werden müssen. Dafür steht die table- und tabular- Umgebung zur Verfügung.
    Die table- Umgebung ist dabei analog zur figure- Umgebung. Sie sorgt für die nummerierung und die Beschriftung als Tabelle.
    Dabei solltet ihr für gute Ergebnisse unbedingt folgende Pakete im Header laden: \usepackage{array}, \usepackage{multirow} und \usepackage{booktabs}.
    Es folgt ein Beispiel:



    Wenn ihr den Teil über die Abbildungen gelesen habt, sollte euch die Analogie sofort auffallen. die tabular- Umgebung besitzt dabei ein zwingendes Argument in geschweiften Klammern, hier {c c}. Das bedeutet, dass die Tabelle aus 2 Spalten bestehen soll (2 mal das "c"). Das c bedeutet außerdem, dass der Inhalt dieser Spalten zentriert werden soll. Ein senkrechter Strich vor oder nach einer solchen Spaltenformatdefinition sorgt für einen senkrechten Strich vor bzw. nach dieser Spalte (Beispiel: {c|c}).
    Ich will aber trotzdem darauf hinweisen, dass senkrechte Striche nach Möglichkeit immer vermieden werden sollten (dass man darauf hinweisen muss, verdanken wir einem gewissen Programm...). Senkrechte Striche verschlechtern immer die Optik einer Tabelle und sind in aller Regel völlig überflüssig, da sie das Auge beim Lesen eher behindern, da man auch in Tabellen meist horizontal liest.
    Zur Tabelle an sich: Spaltentrennzeichen ist das "&", eine neue Zeile beginnt nach dem "\\". Der Befehl "\hline" fügt eine horizontale Linie nach der aktuellen Zeile ein. Mit dem Paket "booktabs" von oben stehen zusätzlich Befehle wie \firsthline oder \bottomrule zur Verfügung, die in ihrer Stärke variieren und so die Optik der Gesamttabelle Aufwerten.
    Mit dem Befehl "\multicolumn{Spaltenzahl}{Ausrichtung}{Textfeld}" könnt ihr mehrere Spalten zu einer Vereinigen. Hier steht "Spaltenzahl" für die Anzahl der zu vereinigenden Spalten, "Ausrichtung" für c, l, r oder p, und der Text im letzten Feld. Zu beachten ist hier, dass das "&" Zeichen für die zusammengezogenen Spalten entfällt.
    Der Befehl \multirow{Zeilenzahl}{Breite}{Textfeld} arbeitet analog für das Zusammenfassen von mehreren Zeilen in einer Spalte. Wobei hier allerdings die Ausrichtung aus dem Tabellenkopf übernommen wird (logischerweise).

    So, in der Kürze liegt die Würze Weiter gehts im nächsten Post.
    Geändert von molle (20.11.2008 um 14:00 Uhr)

  2. #2
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    Standard Teil 2/2

    Eine weitere wichtige Erscheinung im Fließtext sind:

    Aufzählungen

    Aufzählungen können mit der itemize- und enumerate-Umgebung erzeugt werden:



    Wie ihr seht ist es ganz einfach, umgebung starten - nach jedem "\item" steht nach einem Leerzeichen der entsprechende Text. Verschachteln könnt ihr, wie ihr wollt.

    Absätze

    Absätze sind die nächst kleinere Einheit eines Unterpunktes. Sie sollen immer einen Gedanken abhandeln und zu Ende bringen. Der nächste Gedanke startet mit einem neuen Absatz.
    Um einen Absatz deutlich hervorzuheben, benutzt nicht nur das Freilassen der angefangenen Zeile, sondern rückt auch das erste Wort des neuen Absatzes etwas ein. Das stärkt den Eindruck, dass jetzt ein neuer Gedanke behandelt wird und trägt somit zur Struktur und zum Verfolgen des größten Mysteriums eines jeden Autors bei: dem roten Faden.
    Absätze werden im Quelltext durch zweimaliges Drücken der "Enter" Taste erzeugt Auch ein "\\" ebenso wie \linebreak oder \newline erzeugt einen Zeilenumbruch, sorgt aber dafür, dass das Einrücken am nächsten Zeilenanfang unterbunden wird. (Da diese Befehle eigentlich für Zeilenumbrüche innerhalb eines Absatzes stehen.
    Der Einzug am Anfang der Zeile kann mit dem Befehl: \setlength{\parindent}{0in} in der Präambel unterdrückt werden.


    Damit dürftet ihr erstmal das gröbste in der Hand haben, um sehr schicke Dokumente zu zaubern. Viel Spaß beim Schreiben! Bei Probleme gibt es ja nach wie vor dieses Forum oder das Internet

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